Welche Futterstelle ist die Richtige?

Vögel können Sie auf verschiedene Art füttern: Sie können ein klassisches Vogelfutterhäuschen kaufen, Meisenringe aufhängen oder sich für die modernen Futtersäulen entscheiden.

Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt teilweise von Ihrem verfügbaren Platz ab.

Gartenbesitzer können ohne weiteres ein Vogelhäuschen aufstellen, in dem sich mehrere Vögel gleichzeitig aufhalten können, während auf dem Balkon eine Futtersäule oder ein Kolbenring seinen Platz findet.

Unabhängig von der gewählten Fütterungsart sollten Sie die richtige Futterstelle wählen.

Nicht jede Fütterungsart ist bei allen Vögeln im gleichen Maße beliebt.

Sie möchten ein großes Futterhäuschen aufstellen?

Dann achten Sie hierbei darauf, dass es nicht zu groß ist. Denn in einer zu großen Fläche verbirgt sich ein Nachteil: Wenn sich viele Vögel gleichzeitig an einem Platz aufhalten, so können Krankheiten schneller und einfacher übertragen werden.

Des weiteren könnte beim Futterhäuschen das Futter durch Kot verunreinigt werden. Stellen Sie das Häuschen so auf, dass die Vögel immer einen freien Rundumblick haben. Sie müssen immer rechtzeitig erkennen können, wenn sich ein z.B. eine Katze nähert und müssen immer eine Fluchtmöglichkeit haben. Dies bedeutet, dass Sie das Vogelhaus niemals so nahe an einen Baum stellen sollten, dass eine Katze von einem Baum herüberspringen könnte.

Sie haben nur einen Balkon?

Auch hier können Sie ein großes Futterhäuschen aufstellen, müssen jedoch die gleichen Fakten beachten: Bieten Sie den Vögeln ausreichend Fluchtmöglichkeiten und sorgen Sie dafür, dass keine Katze auf Ihren Balkon klettern kann. Des Weiteren darf das Vogelhaus nicht zu nahe am Haus montiert werden, da die Vögel aus Angst vor dem Menschen dann nicht ins Vogelhaus kommen.

Futtersäulen warten im Gegensatz zu den Vogelhäusern mit dem Vorteil auf, dass das Futter nicht mit Kot verunreinigt werden kann. Das Vogelfutter läuft automatisch nach und verbleibt in kleinen Öffnungen. Neben diesen Öffnungen befinden sich Sitzstangen für die Vögel. Das gleiche gilt für Futtersäulen und Futtersilo. Alle drei Varianten können hängend befestigt werden.

Die allseits beliebten Meisenknödel, Meisenringe und Futterglocken finden überall Platz. Sie besitzen jedoch den Nachteil, dass sie nicht von allen Vogelarten benutzt werden können – nur Kletterkünstler können sich daran festhalten und daraus fressen.

Wann soll man füttern?

Freilebende Vögel sind normalerweise in der Lage, sich selber zur ernähren. Nur in der kalten Jahreszeit könnte es schwierig werden, an ausreichend Futter zu gelangen. Daher dürfen Sie, sobald Bodenfrost und Schnee die Landschaft bedeckt, mit der Fütterung der Tiere beginnen. Ausnahmen wie lang anhaltender, kalter Winter dürfen natürlich beachtet werden. Generell können Sie davon ausgehen, dass die Vögel immer dann ihr Futter selber suchen können, solange kein Schnee und Frost da ist.

Fachleute sprechen immer wieder die Empfehlung aus, dass die Vögel nicht 24 Stunden pro Tag Futter zur Verfügung haben sollten. Sobald die Vögel am Abend fressen, könnte dies zu Verdauungsstörungen führen. Daher lautet der Rat: Immer am frühen Nachmittag und in der Früh füttern.

Hygiene am Futterplatz

Tummeln sich zu viele Vögel an einem Futterhaus, so können die Vögel das Futter durch ihren eigenen Kot verunreinigen. Um die Übertragung von Krankheiten auszuschließen, sollten Sie daher täglich das Futterhaus oder eine andere Futterstelle reinigen. Entfernen Sie alle Futterreste und kehren Sie zum Beispiel das Futterhaus aus. Bei sehr starken Verunreinigungen dürfen Sie natürlich das Futterhaus auch mit Wasser waschen – verwenden Sie jedoch niemals Reinigungsmittel.
Nicht gefuttertes Futter entsorgen Sie am besten ebenfalls täglich. Lassen Sie dies nicht liegen, es könnten sich Bakterien bilden oder zum Schimmeln anfangen. Des Weiteren deutet nicht gefressenes Futter immer darauf hin, dass die Vögel dieses Futter nicht mögen. Daher ergibt es keinen Sinn, wenn das Futter liegen bleibt.

Vogeltränke aufstellen

Abgesehen vom Futter benötigen Vögel noch Trinkwasser. Solange sich die Tagestemperaturen über null Grad Celsius belaufen, werden die Vögel in der freien Natur fündig. Des Weiteren trinken Vögel gerne Schnee – somit muss kaum ein Vogel Durst leiden. Das Problem mit frischem Wasser tritt spätestens dann auf, wenn die Temperaturen regelmäßig im Minusbereich sind. Jetzt sollten Sie Tränken mit frischem Wasser aufstellen. Diese Tränken werden übrigens von den Vögeln gerne für ein Vollbad genutzt. Wenn Sie dies verhindern möchten, so sollten Sie nur Schalen mit einer Wasserhöhe von maximal zwei Zentimeter aufstellen. Um auch hier für ausreichend Hygiene zu sorgen, sollten Sie das Wasser täglich wechseln und die Schale mit heißem Wasser ausspülen. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht gefriert. Notfalls füllen Sie die Schale öfter am Tag auf.

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