Artenvielfalt:So locken Sie seltene Vögel an

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Normalerweise finden sich in einem Garten immer wieder die gleichen Vogelarten, wie die Amsel, die Blaumeise und der Haussperling ein. Einerseits liegt das an den Pflanzen die sich im Garten befinden. Denn hier gilt:

Wacholderdrossel

Jede Vogelart hat ihre eigenen Vorlieben und wenn ein Garten nur „einseitig“ bepflanzt wurde, dann kommen eben nur ein paar Vogelarten in diesen Garten zu Besuch.

Wer jedoch auch seltene Vogelarten in seinen Garten locken möchte, der sollte auf eine große Vielfalt unter den Pflanzen, Sträuchern und Bäumen achten. Ein naturnaher Garten schafft Lebensraum und lädt Vögel und Insekten ein.

Dann erhöht sich die Chance, dass sich auch ein Kernbeißer, ein Stieglitz oder ein Erlenzeisig blicken lässt.

Abgesehen von der Gartengestaltung nimmt auch das ausgelegte Vogelfutter großen Einfluss.

Vögel ganzjährig füttern!

Kleiber an der Futtersäule mit Edelstahlgitter, gefüllt mit ungeschälten Sonnenblumenkernen. Daran frißt der Kleiber am liebsten.

Die natürlichen Nahrungsquellen für Vögel schwinden durch intensive Landwirtschaft und Urbanisierung. Der Insektenbestand ist laut des Umweltministeriums in Teilen Deutschlands seit 1982 um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.

Mit dem Insektensterben schwindet auch die Nahrungsgrundlage für unsere Gartenvögel. Deswegen ist es unsere moralische Pflicht, Vögel zu füttern!

Der renommierte Verfechter der Ganzjahresfütterung, Professor Berthold, empfiehlt auch im Frühjahr, Sommer und Herbst fettreiche Nahrung anzubieten. Während der Brutzeit verbrauchen die Vögel 25 mal so viel Energie wie im Winter.

Forschungen zeigen, dass die Vögel bei einer Ganzjahresfütterung dennoch zuerst versuchen an ihre natürlichen Nahrungsquellen, wie Raupen und Insekten zu gelangen, bevor Sie das Vogelfutterhaus oder das Futtersilo aufsuchen. Die Situation der Vögel hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert .

Artenvielfalt auch beim Vogelfutter

Wenn Sie viele verschiedene Vogelarten im Garten haben möchten, so sollten Sie zusätzlich zum gekauften Vogelfutter beim Discounter oder Supermarkt, Feinsämereien wie z.B. Baumsamen, Salatsamen, Hanf, Mohn, Rübsen oder Distelsamen am Futterplatz servieren. Grünfinken zum Beispiel sind im Winter fast reine Körnerfresser, sie lieben Sonnenblumenkerne und kleinere Sämerreien.

Rotkehlchen, Amseln, Zaunkönige, Wintergoldhähnchen und der Seidenschwanz sind reine Weichfresser und sie suchen ihre Nahrung bevorzugt am Boden. Es eignen sich ungeschwefelte Rosinen, Obst und Beeren, Haferflocken, zerquetschte Hanf- , Weizenkörner und geschälte Sonnenblumenkerne.

Gehackte, geschälte Sonnenblumenkerne, geschrotete Erdnüsse, geschroteter Mais, Hanfsaat  sind gute Energielieferanten und werden in großer Menge im Winter und während der Brutpflege von unseren gefiederten Freunden benötigt.

Eine Blaumeise und drei Schweinzmeisen am Futterspender mit Meisenknödeln

Abgesehen vom losen Körnerfutter gibt es noch die altbekannten Meisenknödel und Energieblöcke die sich mit einfachen Handgriffen an jeden Baum oder Strauch hängen lassen.

Diese kleinen Leckerbissen sind kurzum, viel Extra-Energie für Ihre Gartenvögel und sehr beliebt bei Balkonbesitzern.

Zwar könnten diese auch ein Vogelhaus aufstellen, aber viele entscheiden sich dennoch für Meisenknödel und Energieblöcke.

Besonders geeignet sind diese für Kohlmeisen, Blaumeisen, Haubenmeisen, Tannenmeisen, Singdrosseln, Rotkehlchen, Haussperlinge, Zaunkönige, Kleiber und Stare.

Frühling und Sommer Fütterung
Einer der größten Mythen über die Fütterung von Gartenvögeln ist, dass es nicht notwendig ist, dies im Sommer zu tun. Das ist unwahr und der Sommer ist eine Zeit, in der Vögel tatsächlich eine reichliche und reichhaltige Nahrungsversorgung benötigen, weil:

  • Während der Brutzeit verbrauchen die Vögel 25 mal so viel Energie wie im Wintermonaten. Im Sommer kann die Zufütterung wichtiger sein als im Winter.
  • Die Altvögel sind in der Mauser und wechseln ihre Federn – ein Prozess, der viel Energie braucht und sie auch anfällig macht, wenn sie um Nahrung herum jagen müssen. Während der Sommermonate benötigen Vögel ein hohes Proteinfutter (Vogelfutter mit Insekten).
  • Die Jungvögel sind bei der Fütterung unerfahren, so dass eine leichte Nahrungsquelle ihre Überlebenschancen stark erhöht.

Die Jungvögel wachsen schnell heran und die Altvögel genießen die letzten Wochen von üppigem Essen und warmen Wetter. Der Vogelzug steht an und es bleibt nicht mehr viel Zeit sich satt zu fressen. Die Zugvögel und unsere Gartenvögel z.B. Stare, Rauchschwalben, Mehlschwalben oder Rotkehlchen, Drosseln oder Buchfinken (diese Arten sind Teilzieher in harten Wintern), können vor ihrer Reise von einer hoch energetischen Samenmischung profitieren.

 

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