Nistkasten für Höhlenbrüter

Leider sind mittlerweile viele Vogelarten vom Aussterben bedroht. Um dem entgegenzuwirken können künstlich erschaffene Nisthöhlen, wie der Nistkasten für Höhlenbrüter, den Vögeln zur Verfügung gestellt werden. Logischerweise sollte man sich beim Kauf eines Nistkastens an die natürlichen Vorlieben der Vögel richten. Das bedeutet, man muss zuerst wissen, welcher Vogelart man eine Nisthilfe zur Verfügung stellen möchte und sollte dementsprechend darauf reagieren.

Wenn Sie den Höhlenbrütern, zu diesen Vogelarten zählen die Meisenarten Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise, Tannenmeise , Weidenmeise und Haubenmeise, der Kleiber, der Star, Haussperling und Feldsperling, Trauerschnäpper und Halsbandschnäpper und der Gartenrotschwanz, u.v.a., eine Hilfestellung geben möchten, dann lesen Sie weiter. Wir geben Ihnen viele hilfreiche Tipps, mit denen Sie viele verschiedene Höhlenbrüter in Ihren Garten locken können.

Nistkästen für Höhlenbrüter – die künstliche Nisthilfe

Die Höhlenbrüter wie z.B. Meisen oder Kleiber suchen sich entweder entweder bereits vorhandene Baumhöhlen, Nischen unter dem Dach, Felsspalten, Mauerlöchern  oder Mauervorsprünge oder sogar Erdlöcher aus oder eigens angelegt, um darin ihre Jungen groß zu ziehen.

Diese Tatsache erleichtert es, den Vögeln geeignete Nisthilfen zu schenken. Sie müssen lediglich einen Nistkasten für Höhlenbrüter kaufen und ihn aufhängen. Die Höhe sollte hierbei nicht unter 1,5 m Metern liegen.

Allerdings mag diese Vogelart keine Höhen über 3,5 Metern.

Die Höhlenbrüter befinden sich das gesamte Jahr über in unseren Breitengraden und brüten im Frühjahr/Sommer. Daher sollten die Kästen spätestens im Frühjahr aufgehängt werden. Wenn Sie möchten, können Sie diese jedoch bereits im Herbst oder im Winter montieren. In dieser Zeit dienen die Kästen den Vögeln dann als Schutz vor dem Wetter und die Vögel machen sich bereits mit den Kästen vertraut. In diesem Fall erhöhen sich die Chancen, dass die Vögel die bereitgestellten Nistkästen als Brutstätten nutzen.

Der beste Zeitpunkt zum Reinigen des Nistkastens liegt zwischen September und Februar. Entfernen Sie sämtlichen Vogelkot und wenn Sie möchten, dürfen Sie auch eine Schmierseife benutzen. Viele räuchern bei einer groben Verschmutzung die Nistkästen mit einer brennenden Zeitung aus. Dies sollten Sie jedoch nur dann machen, wenn Sie damit Erfahrungen besitzen.

Den richtigen Standort wählen

Im Gegensatz zu anderen Vogelarten sollten Sie das Einflugloch für Höhlenbrüter von der Wetterseite abwenden. Das beste wäre, wenn das Loch Richtung Osten oder Südosten steht.
Achten Sie ferner darauf, dass sich der Nistkasten nicht überhitzen kann. Daher sollte dieser – wenn möglich – nur in den Morgenstunden von der Sonne aufgewärmt werden und im Laufe des Tages im Schatten oder Halbschatten liegen. Ebenfalls darf natürlich kein Regen in die Nisthilfe hineinlaufen.
Um die Vögel vor Katzen oder anderen Raubtieren zu schützen, können Sie die Nisthilfe mit einem Draht an einen Ast hängen, sodass der Kasten frei schwebt. Oder Sie lehnen den Kasten gegen den Baumstamm, wenn keine Äste zum Klettern in der Nähe sind.

Anzahl der Nisthöhlen

Sie können in einem Garten theoretisch an jedem Baum einen Nistkasten hängen. Der LBV empfiehlt einen Abstand für Singvögel in Gärten 1,5 bis 3,5 m Höhe und mindestens 10 Meter , im Idealfall, zwischen den Nistkästen. Montieren Sie immer alle Nisthilfen mit einem ausreichenden Abstand zueinander. Nur so verhindern Sie, dass es zu Streitereien kommt.

Sind zahlreiche Nistkästen dichter gehängt, brüten unterschiedliche Vogelarten auch in geringeren Abständen. Entscheident ist der Nisthöhlentyp und die Fluglochweite, bei 32 mm oder oval (30 x 45 mm), gelangen (z. B. Kleiber, Kohlmeise, Trauerschnäpper, Sperlinge hinein, bei einem Fluglochdurchmesser 26 bzw. 27 mm fast nur Blau-, Sumpf-, Weiden-, Tannen- und Haubenmeisen in die Nistkasten.

Der Kauf des richtigen Nistkastens

Beim Kauf eines Nistkastens sind Sie relativ frei. Natürlich locken Sie je nach Größe des Nistkastens unterschiedliche Vogelarten an. Des Weiteren nimmt die Größe des Einflugloches Einfluss darauf, welche Vögel sich in der Nisthöhle niederlassen werden. Die meisten Höhlenbrüter mögen ein Loch zwischen 2,6 und 2,8 Zentimeter. Die Kohlmeise und der Kleiber mögen jedoch bereits 3,2 Zentimeter und manch andere sogar 4,8 Zentimeter. Während die meisten ein rundes Loch bevorzugen, mag der Gartenrotschwanz zum Beispiel ein ovales Loch. Welche Einfluglochgröße bei Nistkästen

Achten Sie darauf, dass der Nistkasten einen Schutz vor Raubtieren besitzen. Alternativ können Sie vor dem Nistkasten einen sogenannten Vorbau setzen, mit dem Sie Raubtiere fern halten. Oder Sie verlängern das Einflugloch mit einem Rohr, sodass garantiert nur Vögel in die Nisthilfe gelangen können.

Bei der Größe des Nistkastens haben Sie ebenfalls freies Spiel. Wenn Sie sich jedoch für eine Tiefe von 12 Zentimeter und eine Höhe von knapp 30 Zentimeter entscheiden, dann liegen Sie auf jeden Fall richtig und auch größere Vögel werden diese angebotene Nisthöhle gerne nutzen. Das Dach sollte mit einer Neigung angebracht worden sein, damit Regenwasser abfließen kann.

Vorteilhaft sind Nistkästen, bei denen Sie die Vorderseite hochklappen können – zum einfachen Reinigen oder Kontrollieren, ob der Nistkasten wieder frei ist. Es gibt auch Kombinationen aus Vogelhaus und Nistkasten. Im Herbst wird der Nistkasten mit wenigen Handgriffen zu einem Vogelhaus umfunktioniert. Die Nistkästen können im Winter als Vogelhaus dienen, im Haus bleibt das Vogelfutter trocken und kann nicht verunreinigt werden.

Wenn Sie einen imprägnierten Nistkasten kaufen möchten, so sollten Sie darauf achten, dass hierbei nur natürliche Materialien verwendet worden sind. So entscheiden sich viele Firmen für Leinöl. Ferner sollte es sich beim Hauptmaterial um Holz handeln und nicht um ein künstliches Material. Die Vögel werden es Ihnen danken, indem Sie jedes Jahr brütende Vögel im Garten haben.