Nistkasten reinigen – So wirds gemacht !

Wer einen Nistkasten in seinen Garten hängt, um Vögel eine Nisthilfe zu bieten, der sollte den Nistkasten regelmäßig reinigen. Logischerweise muss beim Reinigen von Nisthilfen einiges beachtet werden, damit einerseits die Vögel geschützt bleiben und andererseits die Nisthilfe erneut angenommen wird.

Der beste Zeitpunkt zum Reinigen des Nistkastens

Die Frage nach dem besten Zeitpunkt zum Reinigen des Nistkastens lässt sich nicht so einfach beantworten. Viele raten dazu, den Nistkasten sofort nach dem Verlassen der Vögel im Herbst zu reinigen. Dieser Zeitpunkt bietet den Vorteil, dass die Nisthilfe sauber ist, wenn sich andere Tiere in der Nisthilfe niederlassen, um dort zu überwintern. Dies trifft in der Tat gar nicht so selten zu, denn viele Insekten oder Mäuse – manchmal sogar Siebenschläfer – nutzen die Nisthilfe als Überwinterungsquartier. Sollten sich diese Tiere bereits in der Nisthilfe befinden, so entfällt entweder das Reinigen oder man verschiebt die Reinigung auf das Frühjahr. In diesem Fall darf man jedoch nicht zu lange warten, denn die Vögel beginnen zu unterschiedlichen Zeiten mit ihrem Nestbau. Dann kann es wiederum passieren, dass die Vögel bereits Einzug gehalten haben, bevor die Reinigung stattfand.

Es gibt noch einen dritten möglichen Zeitpunkt, um die Nistkästen zu reinigen: Sobald die geschlüpften Vögel und deren Eltern den Nistkasten verlassen haben. Der Grund liegt darin, dass viele Vögel mehrere Male im Jahr brüten – allerdings nur dann, wenn die Nisthilfe sauber ist.

Gründe für die Reinigung

Es gibt zwei Hauptgründe, weshalb ein Nistkasten regelmäßig gereinigt werden sollte:

· Die Vögel brüten nur dann erneut, wenn das alte Nest nicht mehr vorhanden ist.
· Bei der Reinigung wird nicht nur Vogelkot entfernt, der zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Auch unbeliebte Mitbewohner wie Flöhe, Zecken oder Milben werden damit entfernt. Diese könnten selbstverständlich auch die Gesundheit der nächsten Vögel beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, all diese zu entfernen.

So funktioniert die Reinigung

Bei der Reinigung werden im Grunde genommen zwei Schritte durchgeführt: Zuerst wird das alte Nest entfernt. Logischerweise liegen die Vögel nicht auf dem blanken Holz, sondern bauen sich mit Moos, Ästen und Blättern ein Nest, in dem die Eier abgelegt werden. Dieses von den Vögeln gebaute Nest muss entfernt werden.
Anschließend sollte der Nistkasten ausgekehrt werden. In der Regel reicht diese Reinigungsvariante aus. Bei starker Verschmutzung kann entweder klares Wasser oder Schmierseife verwendet werden – je nach Verschmutzungsgrad. Jedoch sollten niemals Chemikalien benutzt werden. Im letzten Schritt muss der Nistkasten nur noch austrocknen – schon ist er bereit für den nächsten Brutvorgang.

Bevor die Reinigung stattfindet, sollte man sich immer vergewissern, dass der Nistkasten leer ist. Um dies festzustellen, kann man ein paar mal dagegen klopfen. Eventuelle Untermieter verschwinden danach. Ob die Vögel ausgeflogen sind, kann man mit viel Glück beobachten. Ansonsten reicht ein Blick durch das Einflugsloch oder man öffnet – sofern möglich – die vordere Seite und sieht kurz hinein. Dank einer zu öffnenden Vorderseite muss die Nisthilfe zum Reinigen nicht von ihrem Platz genommen werden. Diese Tatsache ist dann wichtig, wenn dieselben Vögel nochmal brüten – dann bestehen diese auf ihren bisherigen Standort. Bei einer Ortsveränderung könnte es sein, dass das nächste Brüten nicht mehr in diesem Nistkasten stattfindet.

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